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Übergang Schule - Beruf

Die demographische Entwicklung in Deutschland führt zu einem Rücklauf von Schulabsolventinnen und Schulabsolventen sowie zu einem Fachkräftemangel innerhalb vieler Branchen, denen eine duale Berufsausbildung zu Grunde liegt. Dies ist auch im Kreis Coesfeld zu beobachten.
Zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit und zur Gewinnung neuer Fachkräfte ist es unumgänglich, die Kompetenzen aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Fokus zu nehmen und sie anhand dieser möglichst frühzeitig individuell zu fördern. Hierzu ist es notwendig, systematische Wege für den Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf zu schaffen.
Jugendliche ausländischer Herkunft haben oft nicht die Voraussetzungen, direkt in den deutschen Ausbildungsmarkt integriert werden zu können. Mangelnde Deutschkenntnisse, fehlende Informationen über das Bildungssystem und die beruflichen Strukturen in Deutschland stellen zudem Hürden beim Übergang von der Schule in den Beruf bzw. das Studium dar. So haben Geflüchtete und Ausländer oft falsche Vorstellungen und Erwartungen, die eine Umorientierung bezüglich der Berufs- bzw. Studienwahl erforderlich machen. Die Analyse von vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten sollte ein erster Schritt im Prozess der Berufs- und Studienorientierung sein.

Ziele*:

  • Es besteht eine migrationssensible Ausgestaltung der Übergangsstrukturen.
  • Die Teilnahme an Berufs- und Studienorientierungsmaßnahmen ist sichergestellt.
  • Bestehende Angebote sind für alle transparent dargestellt.
  • Eine individuelle und bedarfsgerechte Zugangssteuerung in die bestehenden Angebote ist sichergestellt.
  • Betriebe werden als Akteure für den beruflichen Integrationsprozess gewonnen und unterstützen diesen.

Handlungsempfehlungen*:

  • Kooperationen zwischen den weiterführenden Schulen und der Berufskollegs, der Kreishandwerkerschaft Coesfeld und den außerschulischen Bildungsträgern
  • Angebote zur Berufsberatung für junge Migranten ausbauen/Spezifische Beratungsangebote für junge Migranten zwischen Schule und Beruf entwickeln
  • Kurzfristigen Zugang zu Maßnahmen ermöglichen
  • mehrsprachiges Elterninformationsmaterial (Wege in Beruf und Ausbildung) bereitstellen
  • Einstiegsqualifizierungen (EQ) bei Betrieben, Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund bekannter machen
  • Hilfe und Unterstützung bei der Anerkennung im Ausland erworbener Schulabschlüsse anbieten
  • Werbung bei Geflüchteten für duale Ausbildungen durchführen
  • Medien und Material für Geflüchtete in einfacher Sprache bereitstellen
  • Vorhandene Plattformen (z.B. „Wirtschaft und Schule als Partner“ (WSP)) für die Organisation von Migrantenpraktika nutzen
  • Betriebliche Strukturen und Arbeitswelt praktisch kennenlernen, Praktikumsplätze ausbauen
  • flächendeckend „Casemanager“ für die Berufsorientierung an Schulen einsetzen/individuelle Übergangsbegleitung initiieren
  • Katalog mit geeigneten Berufen, Schwerpunkte der Arbeit, Zugangsvoraussetzungen und entsprechenden Betrieben im Kreis Coesfeld erstellen
  • Eltern in den Prozess der Berufs- und Studienorientierung einbeziehen
  • Jugendliche ermutigen, selbstbewusst mit ihrem Migrationshintergrund umzugehen und die Vorteile daraus aktiv bei der Berufswahl miteinbeziehen

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*Die genannten Ziele und Handlungsempfehlungen stellen im Einzelnen nicht zwingend die Sicht des Kommunalen Integrationszentrums dar. Im Rahmen des Integrationskonzeptes wurden diese in Zusammenarbeit mit Akteuren aus dem Kreis Coesfeld erstellt.

Ansprechpartner/innen im Kommunalen Integrationszentrum:

Lydia Kerkfeld
und Anne-Kathrin Mense