>>Hinweis zur Online-Übersetzung

Schule

Im Kreis Coesfeld findet in allen Städten und Gemeinden im Rahmen der Beschulung von neu zugewanderten Kindern und Jugendlichen  Erst- und Anschlussförderung statt. Im Primarbereich befinden sich an fast allen Grundschulen Schülerinnen und Schüler in der Erstförderung.

Im Bereich der Sekundarstufe I gibt es Schwerpunktschulen, die Erstförderung anbieten. Auch an allen vier Berufskollegs im Kreis Coesfeld befinden sich Schülerinnen und Schüler in der Erstförderung.

Erstförderung bedeutet:

  • Förderphase zum Erwerb von Deutschkenntnissen und Basiskompetenzen (in der Regel zwei Jahre und mindestens zehn Wochenstunden Deutschunterricht)
  • Primarstufe und Sekundarstufe I: Die Kinder und Jugendlichen sind Schülerinnen und Schüler der Schule, nicht des Bildungsganges der Schule
  • Berufskolleg: Die Internationale Förderklassen (IFK) sind Teil des Bildungsganges Ausbildungsvorbereitung.

Anschlussförderung bedeutet:

  • Phase zur Förderung der weiteren Sprachentwicklung sowie der fachlichen und sozialen Kompetenzen
  • Die Kinder sind Schülerinnen und Schüler einer Regelklasse des Bildungsganges der Schule
  • Ziele sind der Erwerb von Bildungsabschlüssen und eine qualifizierte Berufsorientierung (aus: Rahmenkonzept zur Beschulung neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher der Bezirksregierung Münster)    

Das KI macht den Schulen im Kreis folgende Angebote:

  1. Schulsprechstunden für Lehrkräfte und pädagogisches Personal
  2. Einzelfallberatung bei erheblichen Schulproblemen innerhalb der Erstförderung und Hospitationsmöglichkeiten
  3. Unterstützung bei der Entwicklung von sprachsensiblem Fachunterricht
  4. Interkulturelle Schulentwicklungsbegleitung
  5. Ansicht und Erläuterungen zu Büchern aus der Präsenzbibliothek
  6. Netzwerktreffen für Lehrkräfte und pädagogisches Personal  

Ziele:

  • Alle schulpflichtigen geflüchteten Kinder und Jugendliche werden beschult.
  • Menschen mit Migrationshintergrund werden während ihrer gesamten Schullaufbahn auf Wunsch angemessen unterstützt, begleitet und beraten.
  • Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sind in das Bildungssystem so integriert, dass ihnen ein erfolgreicher Schulabschluss und der Übergang in eine berufliche Ausbildung oder in ein Studium möglich sind.
  • Alle Schulformen nehmen ihre Integrationsverantwortung wahr.
  • Eltern mit Migrationshintergrund kennen das Bildungssystem und nehmen ihre Verantwortung wahr.
  •  Schulen verfügen in Struktur und Personal über interkulturelle Kompetenzen.

Handlungsempfehlungen:

  • Bereitstellung angemessener Informationen für geflüchtete Familien zum deutschen Bildungssystem
  • Beratung der sog. „Seiteneinsteiger“
  • Unterrichts- und Schulentwicklungsberatung
  • Ausbau der Vernetzung zwischen Haupt- und Ehrenamt
  • Fort- und Weiterbildungen für Lehrkräfte im Bereich der interkulturellen Kompetenzen
  • Unterstützung bei der Anerkennung von ausländischen Zeugnissen
  • Finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten bei kulturellen und gemeinschaftlichen Aktivitäten innerhalb des Schulkontextes
  • Erstmalige oder intensivere Vernetzung zwischen abgebenden und aufnehmenden Schulen
  • Präsenzbibliotheken schaffen
  • Fachübergreifende Sprachbildung an Grundschulen
  • Organisation und Durchführung von interkulturellen Projekten an Schulen
  • Entwicklung von Programmen zur längerfristigen Beschulung leistungsschwacher Geflüchteter
  • Qualitativer und quantitativer Ausbau des Ganztages in Verbindung mit der Akquirierung Ehrenamtlicher zur Unterstützung bei der Durchführung von Angeboten
  • Vereinfachter Zugang zu Übermittags- und Hausaufgabenbetreuung für Geflüchtete (unabhängig vom Schultyp)
  • Transparente Ermittlung von Daten zu Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweitsprache (DaZ) für Behörden
  • Flächendeckende Einführung von Schulscouts
  • Elternarbeit (aufsuchende und muttersprachliche Beratung)
  • Übersetzungen von schulalltagsrelevanten Informationen in andere Sprachen

Seitenanfang

*Die genannten Ziele und Handlungsempfehlungen stellen im Einzelnen nicht zwingend die Sicht des Kommunalen Integrationszentrums dar. Im Rahmen des Integrationskonzeptes wurden diese in Zusammenarbeit mit Akteuren aus dem Kreis Coesfeld erstellt.

Ansprechpartner/innen im Kommunalen Integrationszentrum:

Lydia Kerkfeld
Andrea Engelking
Anja Hölscher
Thomas Balzer