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Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld

Integrationsarbeit findet grundsätzlich vor Ort statt, dort wo innerhalb der Gemeinschaft der erste Kontakt zwischen Neuankömmlingen und Bürgern entsteht. Aus diesem Grund sind es die Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld, die mit ihrer Arbeit den Grundstein für eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge und Asylbewerber in die örtliche Gesellschaft bilden.  

Die 11 Städte und Gemeinden im Kreisgebiet haben alle im Zusammenhang mit der deutlichen Zunahme der Flüchtlingszahlen eigene, hinsichtlich der Motivation zur Integration der Neuankömmlinge und dem Engagement der Vielzahl von ehrenamtlichen Helfern weit überwiegend positive, gelegentlich aber auch weniger gute Erfahrungen machen können.  

Das Thema Integration ist allerdings nicht erst seit der jüngsten Flüchtlingswelle, sondern bereits seit Jahrzehnten fest in den Städten und Gemeinden im Kreisgebiet verankert. Dies zeigt unter anderem das Beispiel der Stadt Dülmen, wo bereits seit Anfang der 1990er Jahre ein runder Tisch aus Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Behörden, Einrichtungen, Institutionen und Einzelpersonen existiert, der sich um die Belange der in der Stadt lebenden Migrantinnen und Migranten kümmert.  

Die Städte und Gemeinden erfüllen im Rahmen ihres Integrationsauftrages die in ihrer Zuständigkeit liegenden Pflichtaufgaben und darüber hinaus auch viele freiwillige Aufgaben. Zu den Pflichtaufgaben gehören unter anderem die Gewährung von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) oder gegebenenfalls nach dem SGB II, die Versorgung mit Wohnraum, Leistungen im Rahmen der Bildung und Teilhabe nach dem SGB II und die Bereitstellung und Finanzierung von Integrationsbeauftragten und Flüchtlingsbetreuern.  

Darüber hinaus existieren diverse weitere Aufgabenfelder, in denen die Städte und Gemeinden integrationsfördernd tätig sind. Die ganz praktischen Dinge des Neuankommens (Koordinierung der Abholung und Begleitung von Flüchtlingen zur Unterkunft sowie das Erklären der örtlichen Infrastruktur wie Supermärkte, Bahnhof, Behörden, etc.), die Suche nach eigenen Wohnungen für Neuzugewanderte mit Bleiberecht und die Vermittlung in Beschäftigung und Arbeit gehören zu den alltäglichen Aufgaben, die direkt vor Ort in den Städten und Gemeinden erfüllt werden. Bei diesen Tätigkeiten arbeiten die Kommunen sehr eng mit den örtlichen Flüchtlingsinitiativen zusammen.  

Auch Treffpunkte für Flüchtlinge und Asylbewerber werden in den Städten und Gemeinden vorgehalten. So hat beispielsweise der Rat der Stadt Coesfeld erst vor kurzem die Einrichtung eines Begegnungstreffs für Deutsche und ausländische Mitbürger unter dem Motto „Grenzenlos“ beschlossen. Die Städte und Gemeinden befinden sich auch untereinander in einem regelmäßigen Austausch. Sie unterstützen über die eigenen Zuständigkeiten und Angebote hinaus auch die Integrationsarbeit von Trägern der freien Wohlfahrtspflege, Sozialverbänden, Kirchengemeinden, Migrantenselbstorganisationen und Flüchtlingsinitiativen.  

Die Kooperation mit den Städten und Gemeinden im Kreisgebiet wird auch für die Arbeit des Kommunalen Integrationszentrums in Zukunft eine zentrale Bedeutung einnehmen. So wird sichergestellt, dass die jeweiligen besonderen Bedarfe, die vor Ort in den Städten und Gemeinden im Hinblick auf die Integration von Flüchtlingen bestehen, bei der Arbeit des KIs angemessen berücksichtigt werden.

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